← Alle Reisetipps

Las Vegas Sehenswürdigkeiten: was sich lohnt, was nichts kostet – und was du dir sparen kannst

Aktualisiert 11. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Las Vegas: Rundgang durch die Fremont Street

Der bekannteste Straßenzug von Las Vegas liegt gar nicht in Las Vegas. Der Strip, rund 6,8 Kilometer Las Vegas Boulevard mit den großen Resorts, gehört zu Paradise, einem gemeindefreien Ort im Clark County. Die eigentliche Stadt beginnt weiter nördlich, rund um die Fremont Street. Für deinen Besuch ist das mehr als eine Fußnote: Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf zwei Viertel, die zu Fuß nicht sinnvoll verbunden sind.

Dieser Artikel behandelt die Stadt selbst. Hoover Dam, Grand Canyon, Valley of Fire und die übrigen Ausflugsziele stehen auf den Kategorieseiten, etwa bei den Grand-Canyon-Touren ab Las Vegas oder den Touren zu Hoover Dam und Lake Mead.

Der Strip: tagsüber Kulisse, abends die eigentliche Sehenswürdigkeit

Tagsüber wirkt der Strip oft wie eine Baustelle zwischen Parkhäusern. Seine Wirkung entfaltet er nach Sonnenuntergang, wenn Fassaden, Werbeflächen und Brunnen gleichzeitig laufen. Plane die Stadt deshalb vom Abend her und lege Ausflüge in die Wüste auf den frühen Tag.

Die Resorts sind selbst Teil des Programms, und ihre öffentlichen Bereiche kosten keinen Eintritt. Du darfst durch Lobbys, Einkaufspassagen und Gärten gehen, ohne dort zu wohnen. Nevada verbietet allerdings allen unter 21, zu spielen oder sich in den Spielbereichen aufzuhalten. Mit Kindern gehst du durch das Casino hindurch, nicht hinein.

Was auf dem Plan wie zwei Nachbarhäuser aussieht, ist oft ein langer Weg: durchs Casino, durch eine Einkaufspassage, über eine Fußgängerbrücke und wieder zurück. Die Gebäude sind so groß, dass der Blick die Entfernung unterschätzt. Wer den ganzen Strip ablaufen will, unterschätzt ihn fast immer.

Die Brunnen am Bellagio

Die Wasserspiele vor dem Bellagio sind kostenlos und laufen täglich. Werktags beginnen sie um 15 Uhr und laufen bis 19:30 Uhr alle 30 Minuten, von 20 Uhr bis Mitternacht alle 15 Minuten. An Wochenenden und Feiertagen geht es schon um 12 Uhr los. Bei starkem Wind fällt die Show aus. Die beste Sicht hast du von der Balustrade direkt am See; von der Fußgängerbrücke gegenüber siehst du die ganze Breite, hörst die Musik aber schlechter.

Das Schild am südlichen Ende

Das „Welcome to Fabulous Las Vegas”-Schild von 1959 steht auf dem Mittelstreifen am Südende des Strip, mit eigenem kleinen Parkplatz. Der Besuch kostet nichts, das Foto davor kostet Geduld: Zu beliebten Zeiten stehen die Leute Schlange. Früh am Morgen ist es ruhiger und kühler.

Von oben: drei Aussichtspunkte im Vergleich

Die beiden günstigsten Angebote dieser Seite sind Aussichtspunkte, nicht Shows oder Ausflüge.

Das High Roller an der LINQ Promenade ist ein Riesenrad von rund 167 Metern Höhe; eine Umdrehung dauert etwa eine halbe Stunde. Tickets gibt es ab 18,43 €. Mit 5.171 Bewertungen ist es das meistbewertete Angebot im gesamten Bestand dieser Seite. Die Kabinen sind geschlossen und klimatisiert, was im Sommer den Unterschied macht.

Die Aussichtsplattform des STRAT liegt am nördlichen Ende des Strip, weit weg von den übrigen Resorts. Tickets gibt es ab 23,21 €. Oben gibt es zusätzlich Fahrgeschäfte über der Kante des Turms, die extra kosten und nichts für Menschen mit Höhenangst sind. Mehr davon steht bei den Adrenalin-Erlebnissen.

Der Eiffelturm vor dem Paris Las Vegas ist eine Nachbildung im halben Maßstab. Das Ticket beginnt bei 25,54 €. Sein Vorteil ist die Lage mitten auf dem Strip: Von oben siehst du direkt auf die Bellagio-Brunnen gegenüber. Wer die Wasserspiele von oben erleben will, plant den Besuch auf die Viertelstunde nach 20 Uhr.

Unsere Einschätzung: Wer nur einen Aussichtspunkt bucht, nimmt den Eiffelturm für den Blick auf die Brunnen oder das High Roller für den Rundblick in Ruhe. Der STRAT lohnt sich vor allem, wenn du die Fahrgeschäfte willst.

Die Sphere: neu, teuer, anders

Die Sphere neben dem Venetian ist seit 2023 das auffälligste Bauwerk der Stadt. Ihre Außenhaut ist eine riesige Leuchtfläche, die du abends vom halben Strip aus siehst, und das kostet nichts. Innen läuft unter anderem „The Wizard of Oz” als Erlebnis auf der gewölbten Leinwand, rund 75 Minuten lang, ab 106,79 €.

Mit 2.608 Bewertungen gehört es zu den meistgebuchten Angeboten hier. Beachte, dass es kein Konzert und keine Bühnenshow ist, sondern ein Film für eine besondere Leinwand. Wer ein Live-Erlebnis sucht, ist bei einer Show besser aufgehoben.

Shows: der Grund, warum viele wiederkommen

Die Showkategorie beginnt bei 41,26 €. Die beiden am häufigsten bewerteten Produktionen stammen vom Cirque du Soleil. Für „O” im Bellagio, eine Show über und in einem Wasserbecken, gibt es Tickets ab 98,57 € (1.994 Bewertungen). „Michael Jackson ONE” im Mandalay Bay beginnt bei 92,94 € (1.435 Bewertungen).

Die Ab-Preise gelten für die günstigsten Plätze an ausgewählten Terminen. An Wochenenden und in Messewochen steigen sie spürbar. Wer flexibel ist, vergleicht zwei oder drei Abende, bevor er bucht. Die ganze Auswahl steht unter Shows und Tickets in Las Vegas.

Downtown: Fremont Street und zwei Museen

Die Fremont Street ist das alte Zentrum, lange bevor es den Strip gab. Ein Abschnitt ist heute Fußgängerzone unter einem gewölbten Bildschirmdach, der Viva Vision, rund 419 Meter lang und etwa 27 Meter über der Straße. Von 18 Uhr bis 2 Uhr läuft dort zu jeder vollen Stunde eine Licht- und Musikshow von sechs bis acht Minuten, kostenlos. Dazwischen gibt es Live-Bühnen, Straßenkünstler und eine Seilrutsche unter dem Dach.

Die Stimmung ist lauter und derber als auf dem Strip. Für manche ist das der ehrlichere Teil der Stadt, für andere zu viel Trubel, besonders spät am Abend und mit Kindern.

Zwei Museen machen den Weg nach Downtown auch tagsüber sinnvoll. Das Neon Museum sammelt ausgediente Leuchtschilder der Stadt; der Außenbereich wirkt nach Einbruch der Dunkelheit am stärksten, und die Tickets gelten für feste Zeitfenster. Das Mob Museum im ehemaligen Bundesgerichtsgebäude erzählt die Geschichte des organisierten Verbrechens und seiner Verfolgung, und es ist ein guter Plan B für einen Nachmittag, an dem es draußen zu heiß ist.

Hitze: der Faktor, den fast alle unterschätzen

Im Juli liegt der durchschnittliche Tageshöchstwert über 40 °C, und nachts kühlt es kaum ab. Wer mittags zu Fuß von Resort zu Resort geht, merkt das schnell. Plane in den Sommermonaten Außenwege auf den Morgen und den späten Abend, trinke mehr, als du glaubst, und nutze die Gänge durch die klimatisierten Gebäude. Bei Kreislaufproblemen oder mit kleinen Kindern frag vorher in der Apotheke oder beim Arzt, was für dich sinnvoll ist.

Die angenehmsten Monate für Wege zu Fuß sind Frühling und Herbst. Im Winter kann es abends kühl werden, nachts sind Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich.

Zwischen den Vierteln: Monorail, Bus und Bahn

Die Las Vegas Monorail fährt auf gut sechs Kilometern Hochbahn an der Rückseite der Resorts auf der Ostseite des Strip, mit sieben Stationen zwischen MGM Grand und SAHARA. Die Züge kommen alle vier bis acht Minuten. Nach Downtown fährt sie nicht, und zu den Resorts auf der Westseite, etwa Bellagio und Caesars Palace, gehst du von den Stationen aus zu Fuß über die Brücken.

Nach Downtown kommst du mit dem Bus „Deuce”, der rund um die Uhr über den Strip fährt, oder mit dem Taxi und Fahrdiensten. Zwischen Mandalay Bay, Luxor und Excalibur fährt zusätzlich eine kostenlose Bahn.

Ein Mietwagen lohnt sich für die Stadt kaum, dafür umso mehr für die Wüste. Viele Resorts verlangen fürs Parken Gebühren; frag vor der Buchung nach.

Was du dir sparen kannst

  • Den ganzen Strip zu Fuß an einem Tag. Er ist länger, als er aussieht, und im Sommer eine Belastung. Besser zwei Abschnitte an zwei Abenden.
  • Downtown und Strip am selben Abend. Das geht, aber du verbringst viel Zeit im Bus. Gib der Fremont Street einen eigenen Abend.
  • Mehrere Aussichtspunkte hintereinander. Von oben sieht der Strip aus jeder Höhe ähnlich aus. Einer reicht.
  • Hubschrauberflug über den Strip als Ersatz für den Grand Canyon. Der Nachtflug über den Strip ab 85,26 € bietet rund zwölf Minuten Flugzeit, was für den Blick auf die Lichter reicht. Einen Canyonflug ersetzt er nicht.

Ein Abend, eine Nacht, ein Tag: so lässt es sich aufteilen

Mit zwei Abenden in der Stadt geht der Strip am ersten: Schild am Südende bei Tageslicht, dann die Resorts zwischen Excalibur und Bellagio, die Brunnen, zum Abschluss ein Aussichtspunkt. Am zweiten Abend Downtown mit Fremont Street und Neon Museum, alternativ eine Show.

Den Tag dazwischen nutzt du am besten für einen Ausflug, denn die großen Ziele liegen draußen, von Wüstentouren bis zum Nationalpark; die Auswahl steht bei den Wüsten- und Nationalpark-Touren. Wer nur einen Tag hat, sollte sich eher gegen einen langen Ausflug entscheiden als gegen den Strip bei Nacht: Die Stadt zeigt sich ab Sonnenuntergang, die Wüste am Morgen.

Den Überblick über alles, was es in der Stadt selbst gibt, findest du auf der Seite Was tun in Las Vegas.

Die Touren mit den meisten Bewertungen

Las Vegas Strip: The High Roller at The LINQ Ticket
Bestseller

Las Vegas Strip: The High Roller at The LINQ Ticket

⏱ 0,5 Std. · Etwa 30 Minuten

4,6 (5.171 Bewertungen)

Das Riesenrad an der LINQ Promenade, rund 167 Meter hoch, mit geschlossenen, klimatisierten Kabinen.

ab €18.43

Verfügbarkeit prüfen →

Preis und Verfügbarkeit bei GetYourGuide

Las Vegas: Nacht-Hubschrauberflug über den Las Vegas Strip

Las Vegas: Nacht-Hubschrauberflug über den Las Vegas Strip

⏱ 0,2 Std. · Rund 12 Minuten Flugzeit

4,6 (2.061 Bewertungen)

Ein kurzer Flug über den beleuchteten Strip nach Einbruch der Dunkelheit. Einen Canyonflug ersetzt er nicht.

ab €85.26

Verfügbarkeit prüfen →

Preis und Verfügbarkeit bei GetYourGuide

Las Vegas: Ticket für Cirque du Soleil-Show "O" im Bellagio

Las Vegas: Ticket für Cirque du Soleil-Show "O" im Bellagio

⏱ 1,5 Std. · 1,5 Stunden

4,8 (1.994 Bewertungen)

Cirque du Soleil über und in einem Wasserbecken im Bellagio.

ab €98.57

Verfügbarkeit prüfen →

Preis und Verfügbarkeit bei GetYourGuide

Grand-Canyon-Touren ab €18.43 · heute verfügbar

Verfügbarkeit